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Europäische KI-Kompetenzakademie offiziell gestartet

Die Europäische KI-Kompetenzakademie (AISHA) entwickelt innovative Bildungsangebote, um den steigenden Bedarf an KI-Kompetenzen in Europa zu decken und den Zugang zu entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen zu verbessern.

Europäische Initiative zur Förderung von KI-Kompetenzen

Die Europäische KI-Kompetenzakademie (European AI Skills Academy - AISHA) wurde am 30. Juni 2026 im Rahmen der Digital Skills EU Days (EU-Veranstaltungstage zu digitalen Kompetenzen) in Brüssel offiziell vorgestellt. Den Startschuss gaben die beiden Exekutiv-Vizepräsidentinnen der Europäischen Kommission, Henna Virkkunen und Roxana Mînzatu. Grundlage der Akademie ist das Projekt European AI Skills Hub Academy (AISHA), das im Mai 2026 gestartet ist. Es wird durch das EU-Förderprogramm „Digitales Europa“ kofinanziert und von einem Konsortium aus 30 Projektpartnern und zwölf assoziierten Partnern aus insgesamt 19 europäischen Ländern umgesetzt. Die Leitung liegt bei Inspiring Futures Europe, einer der beteiligten Organisationen.

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, betonte die Bedeutung digitaler Kompetenzen, um die Chancen technologischer Entwicklungen für alle Menschen zugänglich zu machen. Investitionen in Europas digitale Transformation müssten daher mit Investitionen in die digitalen Fähigkeiten der Bevölkerung einhergehen.

Innovative Bildungsangebote und gezielte Förderung

Ziel des Projekts AISHA ist der Aufbau der Europäischen KI-Kompetenzakademie. Diese soll Erkenntnisse über den sich entwickelnden Bedarf an KI-Kompetenzen systematisch aufbereiten und innovative Bildungsprogramme für Hochschulen, die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die betriebliche Qualifizierung entwickeln. Darüber hinaus sollen branchenspezifische Lern- und Erprobungsumgebungen, sogenannte Sector Labs, erprobt werden. Um einen möglichst inklusiven Zugang zu KI-Qualifizierungen zu ermöglichen, stehen insgesamt zwei Millionen Euro für Stipendien und Programme zur Unterstützung des beruflichen Wiedereinstiegs zur Verfügung. Diese richten sich insbesondere an Frauen und benachteiligte Lernende.

Gianluca Misuraca, Koordinator der Europäischen KI-Kompetenzakademie, sieht die Initiative als Antwort auf die Herausforderungen der rasanten KI-Entwicklung. Sie soll dazu beitragen, wachsende Kompetenzlücken zu schließen, Talente zu gewinnen und Arbeitskräfte auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten. Zugleich soll die branchenübergreifende Integration von KI in strategisch wichtigen Wirtschafts- und Industriebereichen gefördert und Europas Position als weltweit führender KI-Standort gestärkt werden.

Europaweite Aktivitäten im Zeichen der KI-Innovation

Im Rahmen des European AI Innovation Month (Europäischer KI-Innovationsmonat) beteiligt sich das AISHA-Konsortium an mehreren Veranstaltungen. Der Aktionszeitraum begann am 14. Oktober 2026 mit dem AI Summit (KI-Gipfel) in Dublin und findet am 17. November 2026 mit dem Apply AI Summit (Gipfel zur Anwendung Künstlicher Intelligenz) in Brüssel seinen Höhepunkt. Begleitend soll eine Social-Media-Kampagne über die Aktivitäten der Europäischen KI-Kompetenzakademie informieren. Gleichzeitig werden Anregungen und Rückmeldungen gesammelt, um Bildungsangebote zu entwickeln, die den aktuellen und zukünftigen Kompetenzbedarf in prioritären Branchen innerhalb der Europäischen Union abdecken.


Dieser Beitrag beruht auf einem Artikel von Francesco Vecchi, der auf der Europäischen Plattform für Digitale Skills und Jobs am 27. Oktober 2026 veröffentlicht wurde.