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Project X

Der nächste Schritt zur vernetzten Verwaltung

Österreichs Verwaltung macht einen entscheidenden Schritt in Richtung Smart Government: Mit Project X wird der Digital Austria Data Exchange (dadeX) zur zentralen Datenmanagement-Infrastruktur ausgebaut. Daten, die Behörden bereits vorliegen, werden nicht mehr mehrfach abgefragt. Das bedeutet schnellere Verfahren und weniger Bürokratie. Gleichzeitig wird die Informationsverpflichtungsdatenbank (IVDB) befüllt — Grundlage für gezielte Entbürokratisierung.

Mission

  • Österreichs Verwaltung modernisieren
  • Once-Only-Prinzip weiter umsetzen
  • Daten souverän und sicher nutzen
  • Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen entlasten

Ziele

  • Rechtliche Grundlage schaffen
  • Register bis 2029 an dadeX anbinden
  • Meldepflichten strukturiert abbauen
  • AMDC an dadeX anbinden

Daten, die der Verwaltung bereits vorliegen, werden nicht mehr mehrfach abgefragt. Das Once-Only-Prinzip wird zur gelebten Realität — für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.


  • „Wir wollen eine Verwaltung, die nicht immer wieder nach denselben Informationen fragt, sondern vorhandene Daten sicher nutzt. Mit Project X machen wir den nächsten Schritt vom digitalen Formular hin zu echten, vernetzten Services."
    Staatssekretär Alexander Pröll/ÖVP im Bundeskanzleramt

    Alexander Pröll, LL.M.

    Staatssekretär für Digitalisierung, Verfassung, öffentlichen Dienst, Koordinierung und Kampf gegen Antisemitismus

Die Bausteine von Project X

Project X baut auf zwei bestehenden Kerninstrumenten auf, die gezielt weiterentwickelt und rechtlich gestärkt werden.

  • dadeX Die zentrale Datendrehscheibe der Verwaltung — hochverfügbar, rechtssicher und souverän.
  • IVDB Macht Mehrfachmeldungen sichtbar und schafft die Grundlage für gezielte Entbürokratisierung.
  • AMDC Das Austrian Micro Data Center erhält gesicherten Zugang zu Registerdaten für die Forschung.
  • Verordnungs­mechanismus Register werden flexibel per Verordnung benannt — steuerbar, erweiterbar, rechtsstaatlich.

Roadmap bis 2029

  1. Juni 2026

    Ministerratsbeschluss

    Project X wird von der Bundesregierung unter BK Stocker, VK Babler und BM Meinl-Reisinger beschlossen.

  2. 2026/ 2027

    Rechtliche Grundlage

    Schaffung der rechtlichen Ermächtigung zur gebietskörperschaftsübergreifenden Datennutzung. Unmittelbar danach erste Verordnung zur Registeranbindung.

  3. Ab 2027

    IVDB-Befüllung startet

    Die Informationsverpflichtungsdatenbank wird systematisch befüllt — Basis für den Abbau überflüssiger Meldepflichten.

  4. Ende 2029

    Vollständige Registeranbindung

    Alle relevanten bestehenden und künftig neu geschaffenen Register werden schrittweise über dadeX nutzbar gemacht.

Erste anzubindende Register

Aus derzeitiger Sicht werden folgende Register prioritär zur vollumfänglichen Anbindung vorgeschlagen. Die Liste ist nicht abschließend.

  • Zentrales Melderegister
  • Kraftfahrzeugregister
  • Zentrales Personenstandsregister
  • Staatsbürgerschaftsregister
  • Strafregister
  • Transparenzdatenbank
  • Studierendenregister
  • EDUREG (Ausbildungsdaten)
  • Waffenregister
  • Fremdenregister
  • Identitätsdokumentenregister
  • Vereinsregister
  • EDM (Abfallwirtschaft)
  • Zentrale Wählerevidenz

Großer Nutzen für alle

Project X entlastet Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, stärkt die Forschung und macht die Verwaltung effizienter — durch intelligente Datennutzung statt wiederholter Abfragen.

Nutzen für Bürgerinnen und Bürger

  • Daten nur einmal melden — nicht bei jeder Behörde neu
  • Schnellere Bearbeitung von Förderungen und Anträgen
  • Weniger Behördengänge und Wartezeiten
  • Transparenz: Nachvollziehbar, wer wann Daten genutzt hat

Nutzen für die Verwaltung

  • Verfahren werden spürbar beschleunigt
  • Mehrfachmeldungen systematisch reduziert
  • Prüfungen digital und fälschungssicher
  • Grundlage für KI-gestützte Verwaltungsprozesse

Nutzen für die Forschung

  • AMDC wird an dadeX angebunden
  • Gesicherter Zugang zu Register- und Verwaltungsdaten
  • Bessere Erkenntnisse zu Bildung, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
  • Grundlage für evidenzbasierte Politikgestaltung