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Scryer Prolog Meetup 2026 hat erfolgreich in Wien stattgefunden

Am 24. und 25. Oktober fand an der TU Wien das vom Bundeskanzleramt mitorganisierte Scryer Prolog Meetup 2026 statt. 35 Personen aus 16 Ländern nahmen teil. Die Meetups finden in Kooperation mit der Hochschule Düsseldorf (HSD) abwechselnd in Wien und Düsseldorf statt.


Scryer Prolog Logo
Logikbasierte KI

Prolog und Scryer Prolog

Prolog ist eine logikorientierte Programmiersprache und eignet sich besonders zur Entwicklung von KI-Verfahren, bei denen Korrektheit, Nachvollziehbarkeit und Zuverlässigkeit relevant sind.

 

Scryer Prolog ist eine freie Implementierung von Prolog und wird von Dr. Mark Thom gemeinsam mit einem internationalen Team von Spezialisten und Spezialistinnen entwickelt. Aufgrund des Prolog ISO Standards (ISO/IEC 13211-1) ist die Programmiersprache herstellerunabhängig, eine wichtige Voraussetzung für Digitale Souveränität.


Die Schwerpunkte des Meetups

Die inhaltlichen Schwerpunkte des heurigen Meetups waren Law as Code, Neurosymbolische KI und der Einsatz von Prolog in Unternehmen.

Law as Code

Law as Code Verfahren wurden in mehreren Beiträgen vorgestellt, vom Bundeskanzleramt über ein belgisches Unternehmen bis zu einem Ansatz zum automatischen Gesetzesvollzug in Singapur.

Neurosymbolische KI

Dr. Christopher Gundler vom Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf zeigte, wie symbolische und statistische KI-Methoden zusammenarbeiten, um auch in der Medizin korrekte Ergebnisse zu garantieren.

Prolog im Unternehmen

Jan de Meyer präsentierte Prolog-basierte Produkte der belgischen Firma VATMiraal, die Unternehmen KI-basiert dabei unterstützen, die Compliance bei der Umsatzsteuer sicherzustellen.


Weitere Beiträge aus aller Welt

Die Vortragenden und Gäste kamen aus Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Indien, Japan, Kanada, Litauen, Spanien, Thailand, Ungarn und den Vereinigten Staaten. Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die gelungene Veranstaltung!

  • Law as Code in Singapur Mike Amy stellte einen neurosymbolischen Ansatz zum automatischen Gesetzesvollzug in Singapur und anderen Ländern vor.
  • Neurosymbolik aus China Prof. Wang-Zhou Dai und Studierende der Universität Nanjing zeigten Grundlagen und erste praktische Erfolge ihrer neurosymbolischen Methoden.
  • Daten visualisieren Divya Ranjan Pattanaik präsentierte Funktionen, mit denen auch komplexe Daten einfach visualisiert und neue Einsichten gewonnen werden.
  • Digital Skills Prof. Jose Carpio hielt einen Vortrag zur optimalen Vermittlung von Kenntnissen der Logikprogrammierung.
  • Prolog und Kunsttheorie Prof. Christian Jendreiko von der HSD sprach über kunsttheoretische Anwendungen der KI-Programmiersprache Prolog.
Präsentation Grands4Companies
Law as Code

Grants4Companies in der Praxis

Dr. Björn Lellmann präsentierte für die Abteilung VII/5 (e-Government Unternehmen) des Bundeskanzleramts das Verfahren Grants4Companies. Es ist seit 2022 am Unternehmensserviceportal produktiv, wird laufend ausgebaut und zeigt eingeloggten Unternehmen auf deren Wunsch passende Förderungen an.

 

Die Daten für die logischen Schlussfolgerungen kommen gemäß Once Only Prinzip via dadeX aus Registern der Verwaltung, analysiert wird mit Scryer Prolog. Das von Staatssekretär Alexander Pröll initiierte Project X wird die Möglichkeiten der Verwaltung für solche Anwendungen bedeutend erweitern.