digi.well: Digitales Wohlbefinden an Schulen
Warum ist das Tool nützlich?
Die Ergebnisse machen sichtbar, in welchen Bereichen eine Schule bereits gut aufgestellt ist und wo Entwicklungsbedarf besteht. Schulen können damit gezielt Lücken erkennen, Verbesserungsbereiche priorisieren und aus den Erkenntnissen konkrete nächste Schritte ableiten. Der Ansatz betrachtet digitales Wohlbefinden nicht nur im Unterricht, sondern als gemeinsame Aufgabe der gesamten Schule.
Methodologie und Ablauf
Die Selbsteinschätzung umfasst vier Bereiche, die sich an aktuellen europäischen Rahmenwerken und Forschungserkenntnissen zum digitalen Wohlbefinden orientiert:
- Führung
- Infrastruktur und Ausstattung
- schulische Regelungen
- Praxis
Nach Abschluss des Fragebogens werden die Ergebnisse mithilfe eines Bewertungsrasters eingeordnet. Jede Frage ist einem Teilbereich zugeordnet. Grundlegende Standards und weiterführende Reflexionspunkte helfen dabei, vorhandene Stärken und konkrete Handlungsfelder zu bestimmen. Darauf aufbauend unterstützt ein Aktionsplan die Schule dabei, prioritäre Maßnahmen festzulegen und Verantwortlichkeiten, Zeitrahmen, benötigte Ressourcen, Erfolgskriterien und Formen der Fortschrittskontrolle zu definieren. Empfohlen wird, mehrere Perspektiven einzubeziehen – etwa aus Schulleitung, Kollegium, Beratung, IT, Eltern- und Schülerschaft – und die Ergebnisse gemeinsam zu besprechen.
Sprachen und Verfügbarkeit
Das Selbsteinschätzungstool und die zugehörigen Bewertungsraster sind auf Englisch, Portugiesisch, Serbisch und Slowenisch verfügbar. Eine deutsche Version wird derzeit nicht angeboten.
Über das Projekt: digi.well steht für „A whole-school approach to well-being in a digital world“. Das auf 24 Monate angelegte und von der Europäischen Union kofinanzierte Projekt wird von European Schoolnet koordiniert. Es verfolgt einen gesamtschulischen Ansatz und entwickelt auf Grundlage der Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Lehrkräften und weiteren schulischen Fachkräften Angebote zur Selbsteinschätzung, Kompetenzentwicklung und Information.
Weiterführende Informationen
Dieser Beitrag beruht auf einem Artikel von Galina Misheva, der auf der Europäischen Plattform für Digitale Skills und Jobs am 25. März 2026 veröffentlicht wurde.