Digitales Österreich

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und arbeitet mit Laptop und Mobiltelefon, das sie in der Hand hält. Auf diesem ist die ID Austria zu sehen, die sie für die Anmeldung in den eServices der österreichischen Verwaltung verwendet.

Der Ausbau, die Umsetzung und die einfache Bedienung der elektronischen Amtsservices zählen zu den Prioritäten der Österreichischen Bundesregierung.

E-Government

Die heimische Verwaltung gehört zu den fortschrittlichsten der Welt. Bei der Digitalisierung profitiert Österreich von frühen Weichenstellungen und einer konsequenten Strategie. Das E-Government-Gesetz ist das Kernstück im österreichischen E-Government-Recht und Basis für das Digitale Österreich.

Das Digitale Amt ist eine Innovation, die bereits über zwei Millionen Bürgerinnen und Bürgern Zeit spart, indem sie die Amtswege digital erledigen. Die App "Digitales Amt" wurde nach dem im Digital Austria Act festgelegten Mobile-First-Ansatz nun um einige Funktionen erweitert. Zusammen mit der App "eAusweise" können der digitale Führerschein, der digitale Zulassungsschein und weitere Nachweise vorgezeigt werden. Die Ausweisfunktion via "eAusweise" App ist nur mit der ID Austria in Vollversion möglich.

Der digitale Zulassungsschein

Mit der App "eAusweise" können Bürgerinnen und Bürger nun auch die Zulassungsscheindaten eines auf Ihren eigenen Namen in Österreich zugelassenen Kraftfahrzeugs einfach, sicher und digital am Smartphone vorweisen. So können Sie gegenüber der Exekutive nachweisen, dass Ihr KFZ ordnungsgemäß in Österreich zugelassen ist.

Urkundenservice jetzt kostenfrei nutzbar

Das Urkundenservice ermöglicht nun die kostenfreie Bestellung von Geburtsurkunden, sowie Auszügen zur Namensführung, Ehen oder eingetragenen Partnerschaften. Voraussetzung ist eine ID Austria (mit Basisfunktion) und dass die eigenen Daten bereits im Zentralen Personenstandsregister erfasst sind. Dies ist automatisch bei allen Personen so, bei denen es seit dem seit 1. November 2014 eine Änderung im Personenstandsregister gegeben hat (wie beispielsweise die Heirat).

 

Gesamtes Meldewesen digitalisiert

Bei Wohnsitzänderungen stehen nun alle Meldevorgänge digital und einfach zur Verfügung. Bisher war nur die Änderung des Hauptwohnsitzes möglich. Meldevorgänge können auch für eigene Kinder, die am gleichen Hauptwohnsitz gemeldet sind, durchgeführt werden. Voraussetzung ist eine ID-Austria, Volljährigkeit und dass der aktuelle Hauptwohnsitz in Österreich gemeldet ist.

 

Neues Informationsangebot

Oft befindet man sich einer bestimmten Lebensphase – sei es die Ausbildung, die Heirat, die Geburt des eigenen Kindes oder auch der Pensionsantritt. Durch das neue Informationsangebot "Lebenslagen" werden all diese Lebensabschnitte nun thematisch zusammengefasst und verständlich aufbereitet. 

ID Austria Einsatzmöglichkeiten

Egal ob sie rasch eine Urkunde wie die Geburts- oder Heiratsurkunde vorlegen müssen, oder ihren Wohnsitz ändern wollen – und sei es auch nur der Nebenwohnsitz. Sie können alle nötigen Behördenwege von zu Hause aus mit dem Handy erledigen. Dies ist möglich wann sie wollen und wo sie wollen. Sie ersparen sich so den physischen Gang zum Amt und sparen sich vor allem Zeit und Aufwand.

Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky

Digitale Services der österreichischen Behörden

Auf oesterreich.gv.at oder der App "Digitales Amt" können ausgewählte Amtswege bequem elektronisch abgewickelt werden. Für die Wirtschaft ist das Unternehmensserviceportal (usp.gv.at) der zentrale Einstiegspunkt, um Informationen oder Transaktionen direkt vom Schreibtisch aus zu erledigen. Das wichtigste  E-Government-Portal der Finanzverwaltung  FinanzOnline für Steuererklärungen sowie andere Anträge steht kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung. Bestimmte Förderansuchen des Bundes können teilweise direkt über das Transparenzportal abgewickelt werden. Auf dem IKT-Sicherheitsportal (onlinesicherheit.gv.at) stehen umfangreiche Informationen zum sicheren Umgang mit Internet und den digitalen Technologien zur Verfügung. Auf der Homepage des Rechtsinformationssystems des Bundes (ris.bka.gv.at) kann beispielsweise in das nationale Recht, das europäische Gemeinschaftsrecht ( EUR-Lex) und in die Judikatur der Höchstgerichte, Kommissionen und Tribunale Einsicht genommen werden.


österreich.gv.at und App "Digitales Amt"

Verwaltung dort, wo ich bin
Informationen und digitale Amtsservices für Bürgerinnen und Bürger an einer Stelle (One-Stop-Shop).  www.oesterreich.gv.at ist am Desktop oder mobil über das Smartphone mit der App "Digitales Amt" zu nutzen. Downloadbar  im  iOS App Store oder  Google Play.Store, Nutzung ist kostenlos. 
Erleben Sie die Zukunft der Verwaltung mit den digitalen Services wie Wohnsitzänderung, Wahlkarte beantragen, Reisepass-Erinnerungsservice, Digitaler Babypoint, elektronische Post von Behörden via eZustellung in "Mein Postkorb" bekommen, PDFs signieren, Einstieg in eAusweise mit eFührerschein oder mit einem einzigen Login auch FinanzOnline oder "Meine SV". Mit dem Urkundenservice können Dokumente schnell und bequem von zu Hause aus angefordert werden.  
Bei Fragen hilft Chatbot "Mona" gerne weiter. Ausgewählte Amtsservices sind online nur mit einer aktiven elektronischen Identität (ID-Austria) nutzbar.

Die Vorteile im Überblick:
  • Alles aus einer Hand: zentraler Zugang zu sämtlichen digitalen Amtsservices
  • Zeit und Kosten sparen: Keine Warte- und Wegzeiten mehr
  • Rund um die Uhr: Auskunft und Amtswege jederzeit und überall verfügbar
  • Datenschutz und Sicherheit: Sichere Verwaltung der persönlichen Daten und Login mit elektronischer Identität

Unternehmensserviceportal (USP)

www.usp.gv.at ist die zentrale Informations- und Service-Plattform für die Wirtschaft. Konzipiert als "One-Stop-Shop" bietet es Unternehmen in Österreich ein zentrales Portal, in dem umfassende unternehmensrelevante und gesicherte Informationen fachlich geprüft und aktualisiert in strukturierter Form zu finden sind. Viele E-Government-Anwendungen und Services sind mit nur einem Login nutzbar. Zur Arbeitsvereinfachung ist eine Anpassung der Portalfunktionalität durch Personalisierung möglich. Das Berechtigungssystem ermöglicht die präzise Zuordnung der Aufgaben zu Mitarbeitern und über das Vertretungsmanagement zu externen Parteienvertretern.

Es werden durchgängige elektronische Abwicklungen für ganze Unternehmenssituationen angeboten wie
  • elektronische Gründung
  • elektronische Verlegung des Fimensitzes
  • bequeme elektronische Suche in allen Ausschreibungen der Verwaltung
  • Unterstützung der Unternehmen speziell im ersten Unternehmensjahr
Das USP bietet eine Infrastruktur zur elektronischen Übermittlung von Meldungen mit vorbefüllte Formulare und einfacher Meldungsabgabe an die Verwaltung und den sicheren Empfang von elektronischen Nachrichten (e-Zustellung) der Verwaltung.

FinanzOnline

Per Mausklick zur Finanzverwaltung
Mehr als 5,6 Millionen Personen nutzen  FinanzOnline, das international ausgezeichnete E-Government-Flaggschiff Österreichs. Das wichtige E-Government-Portal der Finanzverwaltung steht kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung und bedarf keiner speziellen Software. Steuererklärungen sowie andere Anträge können jederzeit und bequem von zu Hause oder unterwegs erledigt werden. 
Bürgerinnen und Bürger ab dem 14. Lebensjahr können FinanzOnline in eingeschränktem Umfang nutzen (Arbeitnehmerveranlagung). Mit 18 Jahren wird automatisch der volle Umfang der Funktionen freigeschalten. FinanzOnline ermöglicht den elektronischen Zugang zur Finanzverwaltung für Bürger und Wirtschaftstreibende mittels elektronischer Identität. Aber auch Gemeinden und andere Institutionen sowie berufsmäßige Parteienvertretungen nutzen die Funktionalitäten von FinanzOnline. Über Dritte, wie Wirtschaftstreuhänder, Notare, Rechtsanwälte, Bilanzbuchhalter sowie Immobilienverwalter, werden mehr als zwei Millionen Klienten in FinanzOnline vertreten. Es bestehen mehrere Möglichkeiten zur Anmeldung zu  FinanzOnline.

Transparenzportal

bietet durchgängige Information über Förderungen von Bund, Ländern und teilweise auch Gemeinden und zeigt - unter Wahrung des Datenschutzes - individuell bezogene Förderungen an. 
Das  Transparenzportal ist ein wesentliches Element des digitalen Förderungsprozesses des Bundes, der ermöglicht, Förderansuchen direkt über das Portal abzuwickeln und sich einen Überblick über den Status des Förderansuchens zu verschaffen. Zur Einsicht in die eigenen Daten bedarf es der elektronischen Identifikation.

Es unterstützt die Verwaltung bei der elektronischen Kontrolle von Leistungsvoraussetzungen, damit Föderansuchen schneller beurteilt werden können.

Transparenz über Förderungen bedeutet:
  • Verbesserung des effizienten Ressourceneinsatzes im Sinne einer angemessenen
  • Verwendung öffentlicher Mittel
  • besserer Überblick
  • bessere Entscheidungsgrundlage zur Entwicklung von Förderstrategien

Österreichische IKT-Sicherheitsportal - onlinesicherheit.gv.at

Angriffe auf Computer, Smartphones und Co. werden immer komplexer und professioneller. Informationen dazu bietet das  www.onlinesicherheit.gv.at  wie Infos über aktuelle Sicherheitsvorfälle im Netz und Fragen rund um die Sicherheit im Internet für alle Interessierte.
Das IKT-Sicherheitsportal ist eine interministerielle Initiative in Kooperation mit der österreichischen Wirtschaft und soll mit seinem Informationsangebot sowohl Laien als auch Experten bei der sicheren Entwicklung, dem sicheren Betrieb und der sicheren Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützen. 
Online Ratgeber und Tests zur Selbsteinschätzung mit Quiz und Checks oder Infos auf  www.Saferinternet.at sollen Orientierung schaffen sowie mit einer Auflistung von Kontaktdaten, Hotlines und Meldestellen im Ernstfall rasch Hilfe bieten. 

IKT-Sicherheitsportal-Statistik (Stand: 31.12.2022)
Jährliche Auswertung 2022:
Besuche 2022:  435.271 ->  + 61,7 Prozent (gegenüber 2021)
Rückblick 2021:  269.136 Besuche ->  -17 Prozent (gegenüber 2020)
Abfragen nach Gerätetyp (Top 4):
  • 212.103 -> 48,7 % Desktop (2021: 154.194 -> 57,3%)
  • 172.559 -> 39,6 % Smartphone (2021: 62.744 -> 23,3%)
  • 38.304 -> 8,8 % nicht zuordenbar (2021: 44.068 -> 16,4%)
  • 5.691 -> 1,3 % Tablet (2021: 6.545 -> 2,4%)

Rechtsinformationssystem (RIS)

www.ris.bka.gv.at ist der zentrale Einstieg zum nationalen Recht (Bundes-, Landes- und Gemeinderecht) und in die Judikatur der Höchstgerichte, Kommissionen und Tribunale.
Der Zugang ist barrierefrei (WAI-AA nach WCAG 2.0). Das RIS ist eine Datenbank und dient beispielsweise zur rechtlich verbindlichen Kundmachung der im Bundesgesetzblatt (BGBl.) oder Landesgesetzblatt (LGBl.) zu verlautbarenden Rechtsvorschriften und zur Informationen (zum Beispiel in der konsolidierten Fassung des Bundes- oder Landesrechts) über das Recht der Republik Österreich.
Die Anfänge des RIS reichen bis ins Jahr 1983 zurück und es war bis Juni 1997 nur der öffentlichen Verwaltung in einem internen Netz zugänglich.
Jetzt ist es für alle Interessenten im Internet kostenfrei verfügbar und soll auch einen Beitrag zur Rationalisierung innerhalb der Verwaltung und Gerichtsbarkeit schaffen und Entscheidungen unterstützen.
Die meisten RIS-Anwendungen werden im Rahmen von  Open Government Data zur Verfügung gestellt.

Applikationen als Beispiele:
  • Bundesgesetzblätter authentisch ab 2004
  • Landesgesetzblätter authentisch ab 2014/2015
  • Kundmachungen der Bezirksverwaltungsbehörden
  • Konsolidiertes Bundes- und Landesrecht in geltender sowie historische Fassung
  • Begutachtungsentwürfe und Regierungsvorlagen
  • Gemeinderecht (auszugsweise) einiger Bundesländer
  • Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes, Verfassungsgerichtshofes und der Justiz
  • Judikatur des Bundesverwaltungsgerichts und der neun Landesverwaltungsgerichte
  • Entscheidungen der Datenschutzbehörde, der Disziplinarkommissionen und der Personalvertretungsaufsichtsbehörde
Mit Hilfe der Funktion "Gesamtabfrage" ist es möglich, die eingegebenen Suchbegriffe in allen RIS-Anwendungen oder in einer selektierten Anzahl zu suchen. Verweise auf andere Dokumente sind in vielen Fällen verlinkt. Mehr als 380 Millionen Dokumentenzugriffe verzeichnet das Webportal pro Monat.
Bitte richten Sie Anfragen betreffend Rechtsinformationssystem (keine Rechtsauskünfte) an:  ris.it@bmf.gv.at 

Reporting Plattform

Mit der  Reporting Plattform wurde eine Anwendung geschaffen, die es der Verwaltung ermöglicht, unterschiedlichste Daten zu erfassen, zu analysieren und darzustellen.
Ziel ist es, Datenschätze zu visualisieren und Berichte und Dashboards zu erstellen. Diese stehen sowohl Führungskräften als auch operativ tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung und dienen unter anderem Entscheidungsfindungen.
Isolierte Systeme mit eigenständigen Berichtsstrukturen gehören mit der Reporting Plattform der Vergangenheit an. Auf der Plattform sind alle relevanten Informationen zentral verfügbar und über alle (auch mobile) Endgeräte abrufbar.

Für Interessierte wurde ein Auszug relevanter Kennzahlen am Datendashboard veröffentlicht.

Imagevideo zur Reportingplattform

data.gv.at

Offizielle Internetpräsenz für offene Daten der Österreichischen Verwaltung und "single point of contact" zum Europäischen Datenportal ist  data.gv.at.

Zweck von data.gv.at ist es, als zentraler "Österreich"-Katalog die Metadaten der dezentralen Datenkataloge der Verwaltung in Österreich aufzunehmen und abrufbar zu halten.

Bürgerkarte

Die Webseite  www.buergerkarte.at informiert umfassend über Handy-Signatur und Alternativen mit Bürgerkartenfunktion. Zu finden sind auch Weiterentwicklungsinformationen der Handy-Signatur zur ID-Austria und der Link zur Webseite mit Informationen, wie und wo sie zu bekommen ist.

EAP.gv.at – Das österreichische Dienstleistungs-Portal

Mit dem In-Kraft-Treten der Dienstleistungsrichtlinie sind in jedem EU-Mitgliedstaat "einheitliche Ansprechpartner" (EAP) eingerichtet worden.
Über diese können Sie Ihre Verwaltungsformalitäten elektronisch abwickeln, wenn Sie grenzüberschreitend in Europa tätig werden wollen.
Auf der Webseite finden Sie auch die einzelnen EAPs der Bundesländer. Mehr unter der Webseite  EAPs in Österreich