Eine Frau lächelt freudig auf ihr Smartphone, hinter ihr ist ein Feuerwerk zu sehen, links ist die Digital Austria-Fahne eingeblendet.

Gemeinsam Chancen der Digitalisierung nutzen

DIGITALE KOMPETENZOFFENSIVE
FÜR ÖSTERREICH

Geschäftsstelle für Digitale Kompetenzen

Mit 12. Oktober 2023 wurde die Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen eingerichtet. Angesiedelt ist sie in der OeAd, Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung.

In Österreich verfügen rund 63% der 16- bis 74-jährigen Bevölkerung über grundlegende digitale Kenntnisse. Damit liegen wir neun Prozentpunkte über dem EU-27-Schnitt. Das Ziel der Europäischen Kommission ist, dass mindestens 80% der 16- bis 74- jährigen Bevölkerung der EU-Mitgliedstaaten bis 2030 über zumindest grundlegende digitale Kenntnisse verfügen sollen.

4.500 Workshops in ganz Österreich

In Österreich werden durch 4.500 Workshops "Digital Überall" digitale Grundkompetenzen vermittelt. Mehr Informationen dazu finden Sie unter "Digitale Kompetenzen - Mach das Internet zu deinem Freund".

Die Geschäftsstelle "Digitale Kompetenzen" wirkt auch bei der Umsetzung des Arbeitsprogramms der Strategie Digitale Kompetenzen mit. Die Entwicklung und Implementierung eines einheitlichen digitalen Kompetenzmodells steht ebenfalls auf der Agenda.

icon Gemeinsame Aktivitäten

Das Arbeitsprogramm der "Digitalen Kompetenzoffensive für Österreich" wird laufend gemeinsam mit allen Stakeholdern entwickelt.

 

Umgesetzt wird es über eine Geschäftsstelle für digitale Kompetenzen, eingerichtet bei der OeAD.

 

Beim "Digital Skills Summit" werden die Wirkungen gesetzter Maßnahmen bewertet und Ansätze weiterentwickelt.

Kooperationspartner für Anbieter

Das Arbeitsprogramm der Geschäftsstelle bis 2026 umfasst neben der Mitwirkung an der Umsetzung der Strategie Digitale Kompetenzen und des digitalen Kompetenzmodells auch ein Konzept zur Qualitätssicherung und Zertifizierung digitaler Kompetenzen, den Aufbau eines Netzwerkes Digitale Kompetenzen unter Einbindung von Stakeholdern und Initiativen sowie die aktive Positionierung in der "Digital Skills and Jobs Coalition" der Europäischen Kommission.

OeAD als Partner

"Als Agentur für Bildung und Internationalisierung ist der OeAD die richtige Adresse für digitale Kompetenzen. Digitale Kompetenzen für den Job und fürs Leben zu erwerben, sicher werden im Umgang mit den Medien, wissen ob der Gefahren und der Möglichkeiten. Hier werden wir auch mit dem Nationalen Referenzrahmen ansetzen, um die Kompetenzen aufzuzeigen."

OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice
Workshops in ganz Österreich

"Mit starken Umsetzungspartnern gelingt es Workshops in ganz Österreich durchzuführen, um die Digitalen Kompetenzen in der Bevölkerung zu erhöhen. Mögliche Schwerpunkte der Workshops sind beispielsweise IT-Security oder im nächsten Jahr Workshops zum Thema Künstliche Intelligenz."

Patrick Reisinger, OeAD-Bereichsleiter der Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen
Digitale Handhabe vermitteln

"Wir wollen dazu beitragen, dass die Österreicherinnen und Österreicher sich auskennen, wie sie das "Digitale Amt" nützen können – ob beim Reisepass ablegen, rund um den Führerschein, beim Urkunden beantragen oder letztlich bei Geburt und Erben. Zu wissen, wie man Österreichs digitale Verwaltung für sich einsetzt, wird bei den Workshops oft nachgefragt."

OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice

Die Digitale Dekade


Gemeinsam die digitale Zukunft Europas gestalten

Die  Digitale Dekade  2030 ist die  Digitalisierungsstrategie der EU und definiert Zielvorstellungen und Wege für den Digitalen Wandel in Europa bis 2030. Die nachhaltige und auf Menschen ausgerichtete Version verfolgt das Ziel, die digitale Gesellschaft, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu stärken. Das Politikprogramm der Digitalen Dekade basiert auf dem digitalen Kompass.  Im Digitalen Kompass sind  Digitale Skills und Kompetenzen als eine der vier Dimensionen für die Zukunft festgelegt.

Die vier Ziele des digitalen Kompass:
  1. Skills: Aufbau einer digital qualifizierten Bevölkerung und hochqualifizierter digitaler Fachkräfte
  2. Infrastructures: Aufbau einer sicheren und nachhaltigen digitalen Infrastruktur
  3. Business: Digitalisierung von Unternehmen
  4. Public Services: Digitalisierung öffentlicher Dienste

Die Kommission wird die Digitalen Ambitionen der EU für 2030  konkret umsetzen:
  • Ziele auf EU-Ebene und Zielpfade auf EU- und nationaler Ebene
  • einen gemeinsamen Governance-Rahmen zur Überwachung der Fortschritte und zur Behebung von Schwachstellen
  • Mehrländerprojekte mit Kombi-Investitionen der EU, der Mitgliedstaaten und des Privatsektors

icon DIGITAL SKILLS INDICATOR (DSI)

Der Digital Skills Indicator (DSI) bildet die Grundlage, auf der die strategischen Prioritäten zur Förderung digitaler Kompetenzen in Gesellschaft, Wirtschaft und Bildung aufgebaut werden.

 

Im Rahmen der Digitalen Kompetenzoffensive hat die Statistik Austria eine erste Standortbestimmung in Form eines Analyseberichts erstellt. Basierend auf den Ergebnissen wurden die ersten Maßnahmen der Digitalen Kompetenzoffensive gestaltet.

Video
icon

Mit der Digitalen Kompetenzoffensive bündelt Österreich alle Kräfte für mehr Digitale Kompetenzen und etablierte erstmals eine gesamtheitliche, von mehreren Ressorts (BKA, BMKOES, BMAW, BMBWF) getragene Stakeholder-Initiative.

Die Digitale Kompetenzoffensive

23.2.2023: Start der Umsetzung der "Digitalen Kompetenzoffensive für Österreich"

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der beteiligten Ressorts wurde der Startschuss für die Umsetzung der Digitalen Kompetenzoffensive für Österreich (DKO) gegeben. Das digitale Kompetenzmodell macht digitales Fachwissen für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Anbieter transparent und fördert die digitale Entwicklung.
Die von BKA, BMKOES, BMAW und BMBWF getragene Initiative verfolgt das Ziel, digitale Basiskompetenzen in der Bevölkerung sowie IT-Kompetenzen für die Wirtschaft zielgerichtet zu verbessern. Erhebungen, wie der europäische DESI-Index zeigen, den Handlungsbedarf in Österreich. Mit der DKO werden alle Stakeholder und Initiativen in Österreich für bessere digitale Kompetenzen gebündelt.

Menschen sitzen in einem Raum zusammen und besprechen
icon 1. Advisory Board 23.2.2023

Gemeinsame "Währung" für digitale Kompetenzen

Ressorts, Länder, Sozialpartner, Städte und Gemeinden, Unternehmen und Bildungsanbieter arbeiten unter wissenschaftlicher Begleitung beim Thema digitale Kompetenzen strategisch abgestimmt zusammen.

 

Die Auftaktsitzung fand im Anschluss an den Startschuss statt. Ein Schlüsselprojekt der Digitalen Kompetenzoffensive ist das österreichische Kompetenzmodell für digitale Kompetenzen "DigComp 2.3 AT“.

DIGITALER QUALIFIZIERUNGSBEDARF

Laut DESI-Index fehlt es etwa 30-40% der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren an digitalen Basiskompetenzen. Große Wissenslücken vor allem bei allgemeinen Grundlagen und IT-Sicherheit. Gleichzeitig steigt der Bedarf an digitalen Qualifikationen in Wirtschaft und Arbeitswelt. Dadurch können oftmals KMU digitale Technologien nicht ausreichend nutzen. Weitere Herausforderungen für die digitale Fitness sind Generationen-, Geschlechter- und Stadt-Land-Gefälle.

Österreich zu Vorreiter bei Digital Skills machen

Gemeinsame Initiative von BKA, BMKOES, BMAW und BMBWF : bis 2030 sollen möglichst alle Menschen in Österreich über grundlegende digitale Kompetenzen verfügen – bestehende Initiativen aller Ressorts sollen gezielt verstärkt werden.
Durch die Initiative reagiert die Bundesregierung umfassend auf den bestehenden digitalen Qualifizierungsbedarf.

Damit Österreich von den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen der Digitalisierung profitieren kann, sind Breite und Tiefe digitaler Kompetenzen bei Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung unverzichtbar.

Vorgestellt wurde die "Digitale Kompetenzoffensive für Österreich" am
7. Dezember 2022 von Vizekanzler Werner Kogler (BMKOES) und den Bundesministern Magnus Brunner (BMF), Martin Kocher (BMAW) und Martin Polaschek (BMBWF).

Mit dieser Offensive unter dem europäischen Dach der "Digital Skills und Jobs Coalition" (DSJC) wollen wir Österreich zu den europäischen Vorreitern im Bereich der Digital Skills machen und eine starke europäische Achse aufbauen.

Vorbildrolle der öffentlichen Verwaltung

"Die Aufgaben von morgen können nicht mit den Fähigkeiten von gestern bearbeitet werden. Arbeitskräfte müssen digital versiert sein, um die großen Zukunftsfelder zu gestalten - allen voran die ökologische Transformation. Mit der digitalen Kompetenzoffensive setzen wir dazu in allen relevanten Bereichen an: bei den Gebietskörperschaften, im öffentlichen Dienst und vor allem im Bildungssystem."

Vizekanzler Werner Kogler
Chancen mit digitalen Kompetenzen nutzen

"Schule ist Zukunftsplatz! Wir schreiben also die Geschichte von morgen! Das Bildungsressort ist nicht zuletzt mit dem neuen Pflichtfach "Digitale Grundbildung" und der Geräteinitiative Digitales Lernen ein Motor für digitale Skills. Die "Digitale Kompetenzoffensive" bietet willkommenen Rückenwind für eine digital-innovative Bildungslandschaft, die durch verlässliche digitale Kompetenzen sicherstellt, dass wir digitale Chancen bestmöglich nutzen können."

Bundesminister Martin Polaschek
Wirtschaftsstandort durch Digitalisierung stärken

"Die Digitalisierung ist ein ausschlaggebender Faktor für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort, schafft Arbeitsplätze und stellt sicher, dass wir wettbewerbsfähig bleiben. Mit der "Digitalen Kompetenzoffensive" setzen wir gezielt Aktivitäten, um bei Unternehmerinnen und Unternehmern und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern digitale Kompetenzen zu stärken und dem Fachkräftemangel im IT-Bereich zusätzlich entgegenzuwirken."

Bundesminister Martin Kocher

Handlungsfelder

Die "Digitale Kompetenzoffensive" bündelt die qualitätsgesicherte Vermittlung digitaler Basic Skills in der Bevölkerung beziehungsweise in unterschiedlichen Handlungsfeldern wie bei IKT-Expertinnen und Experten, in der Bildung, bei Bürgerinnen und Bürger, in der Arbeits- und Unternehmenswelt oder in der öffentlichen Verwaltung.


Die Handlungsfelder umfassen folgende Bereiche:

  • Bildung: Unter der Zuständigkeit des BMBWF
  • Bürgerinnen und Bürger: Unter der Zuständigkeit des BKA
  • Unternehmen, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen: Unter der Zuständigkeit des BMAW
  • IKT-Expertinnen und IKT-Experten: Unter der Zuständigkeit der Steuerungsgruppe/BKA und BMF
  • Öffentliche Verwaltung: Unter der Zuständigkeit des BMKÖS
  • Bewusstseinsbildung und Vernetzung: Unter der Zuständigkeit der Steuerungsgruppe
  • Querschnittsthemen (z.B. Kindergarten): Unter der Zuständigkeit der Steuerungsgruppe

Icons mit Handlungsfelder der Digitalen Kompetenzoffensive

Ziele und Maßnahmen


Vermittlung digitaler Skills

Das Ziel ist es, allen Menschen digitale Skills zu vermitteln. Die ressortübergreifende digitale Kompetenzoffensive stellt sicher, dass die Kräfte gebündelt und in einer gemeinsamen Strategie die digitalen Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger gesteigert werden.

Bis 2030 wollen wir alle Österreicherinnen und Österreicher digital-fit machen. Die Maßnahmen reichen von der Finanzierung der künftigen Schulungen und Weiterbildungen für alle Interessierten bis hin zu einem einheitlichen Kompetenzstufen- und Zertifizierungssystems.

Grundlegende digitale Kompetenzen stärken

möglichst alle Menschen in Österreich über grundlegende digitale Kompetenzen bilden. Die "Digitale Kompetenzoffensive" bündelt daher die qualitätsgesicherte Vermittlung digitaler Basic Skills in der Bevölkerung bzw. in unterschiedlichen Handlungsfeldern (vor allem IKT-Expertinnen und Experten, Bildung, Bürgerinnen und Bürger, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmen, Öffentliche Verwaltung)

IT-Fachkräfte Anteil steigern

den Anteil der IT-Fachkräfte und besonders der weiblichen IT-Fachkräfte steigern

Talentförderung

digitale Talente fördern

Nationaler Referenzrahmen digitale Fähigkeiten

Einführung eines nationalen Referenzrahmens für digitale Fähigkeiten, damit diese mess- und vergleichbar gemacht werden.

Vorbildrolle für öffentlichen Sektor

Durch die Stärkung der digitalen Kompetenzen der Bediensteten in der Verwaltung bauen wir die Grundlage für einen modernen, serviceorientierten Staat weiter aus.

Initiative "Digital Skills for All" 2023 durchgeführt

Als Sofortmaßnahme der Digitalen Kompetenzoffensive wurden mit dem Pilotprojekt "Digital Skills for All" von Oktober bis Dezember 2023 bundesweit rund 800 Workshops für digitale Einsteigerinnen und Einsteiger durchgeführt. Über 8.500 Interessierte nahmen an dem kostenlosen Workshopangebot teil.

Insgesamt 36 Bildungsanbieter wickelten die Workshops zu den Themenschwerpunkten digitale Seniorenbildung, E-Government und (sicherer) Umgang mit digitalen Medien für Eltern und Jugendliche ab.

Digital Skills Dialoge

Staatssekretär Florian Tursky (links) und der Landeshauptmann von Vorarlberg, Markus Wallner (rechts), geben sich die Hand, um den Digital Austria Pact abzuschließen.  Quelle: vorarlberg.at/presse, A. Serra

Die durch die Digitale Kompetenzoffensive initiierten "Digital Skills Dialoge" fanden im Frühjahr 2023 in den Bundesländern statt. Ziel der Dialoge war es, die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen Bund und Länder im Bereich der digitalen Kompetenzen zu stärken. Als Grundlage für die Zusammenarbeit wurde der Digital Austria Pact geschlossen. Start der Dialoge war am 03. März in Dornbirn, der letzte Termin führte den damalige Staatssekretär für Digitalisierung und Telekommunikation, Florian Turksy, am 26. Mai nach Klagenfurt.

Bei den Digital Skills Dialogen wurden insgesamt  145 Maßnahmen aus den Bundesländern gesammelt, viele Good  Practices als Lernfeld für den Bund und andere Bundesländer wurden vorgestellt. 

Der Fokus bei den Workshops lag neben den Themen Querschnittsmaßnahmen (Übergreifende Strategieentwicklung, Datenbasis, Netzwerk Digitale Kompetenz, Bewusstseinsbildung, Zertifizierung), Finanzierung und  IT-Fachkräften auf niederschwelligen, zielgruppenorientierten Maßnahmen zur:

  • breiten Basisqualifizierung,
  • "Train the Trainer" Programmen und der
  • Weiterbildung/berufsspezifischen Qualifizierung.
Einen Zusammenschnitt ist im Bundesländer-Tour-Video (YouTube) zu sehen.


Termine der Digital Skills Dialoge

03.03.2023  Vorarlberg
31.03.2023  Steiermark
13.04.2023  Burgenland
27.04.2023  Salzburg
02.05.2023  Tirol
03.05.2023  Südtirol
04.05.2023  Wien
08.05.2023  Oberösterreich
09.05.2023  Niederösterreich
26.05.2023  Kärnten

Digital Austria Pact der Digitalen Kompetenzoffensive

Mit erfolgreicher digitaler Transformation sind für Österreich große Chancen auf neue  Wertschöpfung, Arbeitsplätze, nachhaltige Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe verbunden. Voraussetzung zur Nutzung all dieser Chancen ist die breite Verankerung digitaler Kompetenzen in Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Die Bündelung aller Kräfte und die Umsetzung transparenter Qualitätsstandards für digitale Kompetenzen schaffen wichtige Grundlagen, um die digitale Kompetenzentwicklung in Österreich gemeinsam weiter voran zu bringen.

In diesem Sinn verfolgt die Digitale Kompetenzoffensive Österreich (DKO) der Bundesregierung die Ziele, dass 

• bis 2030 möglichst alle Menschen in Österreich über  grundlegende digitale Kompetenzen verfügen, 

• der Anteil der IT-Fachkräfte und besonders der weiblichen IT-Fachkräfte gesteigert, sowie digitale Talente gefördert werden, um dem Fachkräftebedarf der Wirtschaft zu entsprechen und die Wachstumspotenziale der Digitalisierung bestmöglich nutzen zu können, 

• mit der Einführung eines nationalen Referenzrahmens digitale Fähigkeiten mess- und vergleichbar gemacht werden.

Gemeinsam Digitale Kompetenzen sichern

Die Unterstützerinnen und Unterstützer des Digital Austria Pact der Digitalen Kompetenzoffensive Österreich bekennen sich vor diesem Hintergrund dazu,

→ das Bewusstsein für die zukunftsentscheidende Bedeutung digitaler Kompetenzen in allen Bereichen des Lebens und Wirtschaftens zu stärken,

Beiträge zur Schließung des bestehenden „digital gap“ zu leisten und  digitale Barrierefreiheit zur sicheren Teilhabe aller Menschen, unabhängig von Alter, Einkommen oder Beeinträchtigung zu unterstützen,

→ die digitalen Basiskompetenzen aller Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, damit sie von den vielfältigen Chancen der Digitalisierung – auch im Bereich der Verwaltung -bestmöglich profitieren können,

→ möglichst viele Menschen – insbesondere Mädchen und Frauen – für  digitale Ausbildungen und Berufe zu begeistern sowie ihre laufende Weiterbildung im Sinn des Lebenslangen Lernens zu unterstützen,

→ bereits aktive Erwerbstätige aus allen Branchen und Bereichen sowie  Arbeitssuchende dabei zu unterstützen, ihre berufliche Handlungsfähigkeit durch digitale Kompetenzen zu sichern bzw. zu erweitern,

→ die Qualifizierung in Unternehmen aktiv zu fördern,
die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteurinnen und Akteuren zur Förderung digitaler Kompetenzen zu intensivieren,

→ mit der Nutzung und Verbreitung des Digitalen Kompetenzmodells für Österreich – DigComp AT – einen transparenten und verlässlichen  Standard für digitale Kompetenzen in den unterschiedlichen  Kompetenzniveaus zu gewährleisten, und

→ die Digitale Kompetenzoffensive für Österreich als Plattform für die  strategisch fundierte Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen in Österreich zu unterstützen.

Digital Skills Summit

Der "Digital Skills Summit" bildete den Abschluss des Bund/Länder-Strategieentwicklungsprozesses und ist ein sichtbares Zeichen des nationalen Schulterschlusses. Beim Event wurde die gemeinsam entwickelte "Strategie Digitale Kompetenzen" und ihre wichtigsten Eckpunkte und Leitmaßnahmen präsentiert.


icon Digital Skills Summit 13.6.2023

Der "Digital Skills Summit" bildete den Abschluss des Bund-/Länder-Strategieentwicklungs-prozesses. 
Die gemeinsam entwickelte "Strategie Digitale Kompetenzen" mit den wichtigsten Eckpunkten und Maßnahmen wurde im Vorfeld bei einer Pressekonferenz vorgestellt und beim Summit präsentiert.

Strategie Digitale Kompetenzen Österreich

Gemeinsam in die Zukunft!

Der Erwerb und die Weiterentwicklung der persönlichen Digitalen Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger sind eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierung. Die gemeinsame Strategie setzt gezielte Schwerpunkte sowie Maßnahmen für Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung. 

Das gesamte Strategiepapier finden Sie auch im Downloadbereich

Das Kompetenzpaket für Österreich


Gebündelte Kräfte zur Förderung Digitaler Kompetenzen

Mit der Digitalen Kompetenzoffensive bündelt Österreich alle Kräfte für mehr Digitale Kompetenzen und etablierte erstmals eine gesamtheitliche, von vier Ressorts (BMF, BMKOES, BMAW, BMBWF) getragene Stakeholder-Initiative.

Die Strategie „Digitale Kompetenzen Österreich“ der Digitalen Kompetenzoffensive wurde in einem bundesweiten Dialogprozess mit mehr als 500 Expertinnen und Experten sowie Stakeholdern aus 80 Institutionen erarbeitet. Es wurden rund 350 Maßnahmen und Initiativen identifiziert, geclustert und gebündelt.

Auf dieser Grundlage setzt die Strategie „Digitale Kompetenzen Österreich“ in einem Kompetenzpaket acht strategische Schwerpunkte mit konkreten Maßnahmen zur Weiterentwicklung Digitaler Kompetenzen.

Das Kompetenzpaket umfasst folgende acht strategische Schwerpunkte:

1. Referenzrahmen einführen

Österreich erhält einen nationalen Kompetenzrahmen für digitale Kompetenzen, der gemeinsam eingeführt wird.

2. Niederschwellig bilden

Niederschwellige Angebote werden zielgruppenorientiert weiterentwickelt. Dies erfolgt mit dem Workshop-Programm „Digital überall“ für Basiskompetenzen in jeder Gemeinde in Österreich sowie mit dem Aufbauprogramm „Digital überall PLUS“.

3. Trainerinnen und Trainer trainieren

Mit dem „Train the Trainer“-Konzept sollen Akteurinnen und Akteure der (Erwachsenen-) Bildungslandschaft bei der Vermittlung Digitaler Kompetenzen unterstützt werden. Dafür gibt es Info-Veranstaltungen und Workshops für Bildungseinrichtungen, IT-Trainerinnen und Trainer sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
 

4. Best Practices nutzen

Zur bestmöglichen Nutzung bestehender Ressourcen werden Best Practices zur Vermittlung digitaler Kompetenzen identifiziert, skaliert und bundesweit angeboten.  

5. Öffentlicher Sektor als Vorbild

Der öffentliche Sektor soll als Bildungsanbieter seine Vorbildrolle auch bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen umsetzen. Der nationale Referenzrahmen wird u.a. an der Finanzakademie und der Verwaltungsakademie eingeführt.

6. IT-Fachkräfte ausbilden

Um dem IT-Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird ein Fördercall "IT-Experts" innovative Umsetzungsideen zur Bekämpfung des IT-Fachkräftemangels unterstützen.

7. KI in Arbeitswelt begleiten

Die Verbreitung von KI in der Arbeitswelt soll durch ressortübergreifende Maßnahmen zum Thema „Digitale Kompetenzen und KI“ begleitet werden. Dazu entwickeln Expertinnen und Experten Empfehlungen und einen Fahrplan.

8. International Vorreiter sein

Die Vorreiterrolle Österreichs bei der Vermittlung und Anerkennung digitaler Kompetenzen kommt auch in der Teilnahme an internationalen Initiativen zum Ausdruck. Österreich beteiligt sich etwa an der Pilotierung des European Digital Skills Certificate (EDSC).

Kompetenzpaket als Herzstück der Strategie

"Wir liefern mit dem Kompetenzpaket für digitale Kompetenzen starke Impulse und konkrete Anreize für Länder, Bildungseinrichtungen, Wirtschaft und Gesellschaft, die für erfolgreiche Digitalisierung wichtigen digitalen Kompetenzen auf Basis eines einheitlichen Kompetenzmodells gezielt weiterzuentwickeln. Davon profitiert ganz Österreich – das bringt den Standort und seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig weiter."

Finanzminister Magnus Brunner

Digital Innovation School für IT-Spitzenkräfte

Im Rahmen der Digitalen Kompetenzoffensive (DKO) für Österreich setzt die Bundesregierung eine gemeinsame Initiative zur Entwicklung und Sicherung von IT-Spitzenkräften für Österreich um.
Mit der Digital Innovation School wird eine weltweit einmalige interdisziplinäre Ausbildungsmöglichkeit am Complexity Science Hub (CSH) geschaffen. Das Doktoratsprogramm startet im Herbst mit den ersten Studierenden.
Damit wird das strategische Ziel der DKO, die Zahl von IT-Experts zu erhöhen, unterstützt. 

Das Doktoratsprogramm wird jährlich mindestens fünf herausragende Studierende aufnehmen.
Diese Studierenden müssen sich nicht auf eine wissenschaftliche Nische festlegen. Das Programm integriert eine Reihe von Themen und Disziplinen wie Data, Network & Complexity Science.

Zudem werden die Studierenden wichtige Erfahrungen bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in Politik und Praxis sammeln können – durch Kooperationen und Praktika in der öffentlichen Verwaltung und bei Unternehmen.

Mit dem Doktoratsprogramm wird der wachsende Bedarf an Fachkräften, die in der Lage sind, Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Gesellschaft und des Planeten zu finden gedeckt.

Die CSH Digital Innovation School erfolgt im Zusammenwirken mit den Partneruniversitäten des Complexity Science Hub.
Überdies werden Studierende der Digital Innovation School von den engen Beziehungen des CSH zu zahlreichen weiteren Einrichtungen in Österreich und weltweit profitieren können.

Nähere Informationen zu Graduate Program in Complexity Science
- An Initiative of the Digital Innovation School

Neue Ausbildungsmöglichkeit für IT-Spitzenkräfte

"Mit der Digital Innovation School schaffen wir eine neue Ausbildungsmöglichkeit für Österreichs Digital-Expertinnen und -Experten der Zukunft. Mit einer geplanten Laufzeit von mind. zehn Jahren und einer finanziellen Unterstützung von mehr als zwölf Mio. Euro sichern wir zudem das neue Doktoratsprogramm nachhaltig ab. Weiters werden die Forschungsergebnisse nicht nur in interaktiven Dashboards öffentlich zur Verfügung gestellt, sondern es werden auch Arbeitsmaterialien für Kinder entwickelt."

Bundesminister Martin Polaschek
Ausbildung herausragender Fachkräfte

"Die Digital Innovation School ist ein erster wichtiger Schritt für die Tiefe der digitalen Kompetenzen. Unser langfristiges Ziel: Wir wollen herausragende Fachkräfte ausbilden, die nicht nur in ihrem Fachgebiet brillieren, sondern auch bereit sind, Führungsrollen in der digitalen Transformation zu übernehmen."

Staatssekretärin Claudia Plakolm
Synergien nutzen

"Unser Doktoratsprogramm wird es Studierenden ermöglichen, die Expertise am CSH in Daten-, Netzwerk- und Komplexitätsforschung zu nutzen, um zur Lösung aktueller Herausforderungen in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Gesundheit, Grüne Wende und Gesellschaft beizutragen."

Stefan Thurner, Präsident des Complexity Science Hub (CSH)
Begeistern für den IT-Bereich

"Wir müssen junge Menschen für eine berufliche Zukunft im IT-Sektor begeistern. Denn ohne zukünftige Fachkräfte, Unternehmerinnen und Wissenschafter in diesem Bereich, werden wir das Rennen nicht gewinnen. Die Digitalisierung ist der Puls unserer Zeit – und unsere Jungen bestimmen, wie kräftig er zukünftig in rot-weiß-rot schlägt."

Staatssekretärin Claudia Plakolm
oberstes Ausbildungssegment

"Die Digital Innovation School ist im obersten Ausbildungssegment angesiedelt. Damit wollen wir beitragen, den Rückstand in der Digitalisierung aufzuholen, um uns besser für das digitale Zeitalter aufzustellen. Daher ist diese Initiative so wichtig."

Hannes Androsch, Initiator des Programms und Vorsitzender des Strategischen Beirats des CSH
icon Web of Trust

In "Web of Trust" beantwortet das Redaktionsteam von onlinesicherheit.gv.at mithilfe von Reportagen, Selbstversuchen und fachkundigen Interviewpartnerinnen und -partnern monatlich eine neue, spannende Frage der digitalen Welt - von Internetbetrug über Hacking-Angriffe bis hin zu Datenschutz.

Damit ist der Cybersicherheits-Podcast Teil der Digitalen Kompetenzoffensive für Österreich.