Österreich top im e-government

Österreich unter den Top 3 im e-governement Benchmark der Europäischen Kommission

Neben Malta (Rang 1) und Estland zählt Österreich zu den Top 3-Nationen in Europa und konnte sich damit um drei Plätze verbessern.

Österreich punktete besonders in den Bereichen Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit (z. B. durch mobile Nutzung) von digitalen Amtsservices. Ebenfalls Vorreiter ist Österreich im Bereich der Schlüsseltechnologien in den Kategorien eID (elektronischer Identitätsnachweis), e-documents (elektronische Übermittlung von Dokumenten von Land A zu Land B) und in der Nutzung von Registern.

Die größten Fortschritte hat Österreich im Bereich “Business Cross Border Mobility” gemacht. Vor allem die Online-Verfügbarkeit von Verwaltungsservices für Unternehmen sowie die grenzüberschreitende Einsatzmöglichkeit nationaler eID-Lösungen sind hier hervorzuheben. Ebenfalls bemerkenswert ist die Verbesserung der Verwaltung im Bereich “mobile friendlyness”, der für mobile Endgeräte angepassten Darstellung der Inhalte.

e-government benchmark 2019
e-Government performance across policy priorities

Europaweit Vorreiter ist Österreich im Bereich “Digitisation”, womit die Digitalisierung des Front- und Back-Office der öffentlichen Verwaltung - im Hinblick auf Nutzerorientierung, Transparenz, Mobilität und Einsatz von Schlüsseltechnologien - umfasst wird.

Herausforderungen angehen

Bei der Online-Erledigung von Amtswegen, liegt Österreich nur knapp über dem europäischen Mittel. Hier wird das bestehende Formularangebot für Bürger/innen und Unternehmen (www.oesterreich.gv.at bzw. www.usp.gv.at) weiter ausgebaut.

Im Bereich “Transparency und Business Start-Up” liegt Österreich noch knapp über dem Durchschnitt, entwickelt sich jedoch deutlich langsamer als die Vergleichsländer. Hier gilt es, das Informationsangebot deutlich und mehrsprachig auszubauen.

Das sagt der e-Government Monitor

Trotz rückläufiger Nutzungszahlen schneidet Österreich bei der Bewertung seiner e-government-Angebote hervorragend ab. Vor allem dem spürbaren Trend von der Informationssuche hin zu echten Transaktionen trägt die österreichische Lösung mit Plattform und App am besten Rechnung. Auch die Akzeptanz von neuen Prinzipien des modernen E-Government, wie die Verwendung von elektronischen Identitäten, oder die Akzeptanz der einmaligen Übermittlung von Daten an staatliche Stellen und deren weitere zentrale Nutzung durch Behörden (Once-Only-Prinzip), ist in Österreich und der Schweiz deutlich ausgeprägter als in Deutschland.

e-government monitor 2019
Transaktionen gewinnen bei den digitalen Behördendiensten zunehmend an Bedeutung.
Studie

e-gov Benchmark 2019

Der "eGovernment Benchmark" der Europäischen Kommission untersucht jährlich digitale Verwaltungsservices (E-Government) in den 28 EU-Mitgliedsändern sowie in Island, Montenegro, Norwegen, Serbien, der Schweiz und der Türkei sowie heuer erstmals auch in Albanien und Nordmazedonien.

Studie

e-government Monitor 2019

Die Studie beleuchtet seit 2011 jährlich die aktuelle e-government-Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zentrale Untersuchungsgegenstände sind: Bekanntheit, (mobile) Nutzung, Nutzungsbarrieren, Zufriedenheit sowie die Identifikation im Zusammenhang mit digitalen Behördengängen.